Schulleben

Aufnahme einer Schülerinnengruppe in einem Klassenraum

Der ursprüngliche Bild-Bestand wurde von Ursula Randt, die einen Großteil der Bilder im Zuge ihrer Recherchen für ihre Publikationen zur Mädchenschule in der Carolinenstraße und zur Talmud Tora Schule von Überlebenden und Familienangehörigen ehemaliger Schüler:innen erhalten hat, an das IGdJ übergeben. Ein weiterer Teil der Sammlung befindet sich in der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule. Weitere Aufnahmen liegen in den Central Archives for the History of the Jewish People in Jerusalem.

Mehr Impressionen aus dem Alltag der Schüler:innen bietet die Online-Ausstellung Kinderwelten. Neue Bicke auf die Geschichte des Hamburger Schullebens.

Israelitische Töchterschule

1884 wurde die Israelitische Töchterschule in der Carolinenstrasse 35 eröffnet und entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer Volks- und Realschule für jüdische Mädchen. Im April 1939 wurde die Töchterschule zwangsweise mit der Talmud Tora Schule zusammengelegt, 1942 wurde sie von den Nationalsozialisten geschlossen.

Junge Frauen stehend um ein Fahrrad herum

Das Foto wurde im Mai 1936 aufgenommen und zeigt Schülerinnen der Israelitischen Töchterschule, von links nach rechts: Edith Enger, Nelli Kuppermann, Senta Horowitz, Lilo Hirt, Edith Kuntzsch und Sofie Loebenstein. Signatur 21-015/252

Schüler:innen und Lehrer:innen auf einem Schiff bei einer großen Hafen-Rundfahrt

Schülerinnen der Israelitischen Töchterschule bei einem Klassenausflug an der Reling einer Hafenbarkasse während einer Rundfahrt im Hamburger Hafen im Juni 1934. Bislang konnten nur zwei der Personen namentlich identifiziert werden: Esther Liwschitts (8 von rechts) und Luise Neufeld (unteres Deck, hintere Reihe, 6. von links). Signatur 21-015/510

Talmud Tora Schule

Die Talmud Tora Schule war ursprünglich als Israelitische Armen-Schule und orthodoxe Religionsschule für Jungen in der Hamburger Neustadt gegründet worden. 1870 erhielt sie die Anerkennung als Höhere Bürgerschule, 1911 zog die Schule in einen Neubau ins Grindelviertel und wurde dort 1932 als Oberrealschule zugelassen. Von 1939 bis zur erzwungenen Schließung aller jüdischen Schulen in Hamburg 1942 wurde die Talmud Tora Schule zwangsweise mit der Israelitischen Töchterschule zusammengelegt.

Ein Kind zeichnet an der Tafel

Das Bild zeigt den Schüler Kurt Lichtenhayn im Kunstunterricht von Lehrer Ernst Mayer, 1932, Signatur 21-015/023.

Lehrer Jacob Katzenstein in seinem Büro an der Talmud Tora Schule, um 1930, Signatur 21-015/004.

Schüler bei einem Ausflug

Seite aus einem Fotoalbum mit einer Aufnahme von einem Schulasuflug an den Lütjensee bei Hamburg, 1926, Signatur BAU00120.

Schüler der Talmud Tora Schule, ca. 1925, Signatur 21-015/046.

Loewenberg-Schule

Die von Moritz Katzenstein 1863 in der Johnsallee 33 gegründete liberale Höhere Mädchenschule wurde seit 1892 von Jacob Loewenberg geleitet und von ihm zu einer Reformanstalt im Sinne der Kunsterziehungsbewegung entwickelt. Seit 1912 war sie als Lyzeum staatlich anerkannt. 1929 übernahm Jacob Loewenbergs Sohn Ernst Loewenberg die Leitung der Schule. Nur zwei Jahre später musste die Schule aufgrund finanzieller Probleme schließen.

Gruppenaufnahme von Schülerinnen der Loewenberg-Schule bei einem Ausflug, Signatur BAU00202.

Lehrerinnen der Loewenberg-Schule, Signatur BAU00203.

Dr. Jacob Loewenberg, 1925, Signatur 21-015/150.

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